So lautet der Titel eines Freudianischen Buchs. Der fiel mir ein, als ich den Artikel beim innovativ-in Blog las: „Liebe und Business“. Gut, daß das Thema dort aus der Tabuzone geholt wird. Die Kommentare zeigen eine schöne Vielfalt der Betrachtungen.
Mit Tabu beschäftigen wir uns hier näher:
„Tabu ist ein polynesisches Wort und hat eine zweifache Bedeutung: Einerseits heißt es: heilig, geweiht, unverletzlich – andererseits: unheimlich, gefährlich, verboten, unrein. (Das Gegenteil im polynesischen heißt soviel wie gewöhnlich, allgemein zugänglich.) Tabuvorschriften verbieten sich von selbst, sie gehen nicht auf einen Gott oder ähnliche Systeme zurück. Auch sind es keine Moralvorschriften, weil die Einreihung in ein System fehlt, es werden keine Begründungen angeboten. Wer ein Tabu übertreten hat, wird selbst Tabu.“
Was für ein Phänomen… reine Ethik vs. Moral?!
Brauchen wir Tabus, um zB Freundschaft von Liebe zu trennen? ( kann/darf man sie trennen?! Oder ist das das eigentliche Tabu?!)
Was sind Eure Tabus ?! Was Eure Totems ?! Wozu dienen sie uns und wie können wir ihnen dienen ?! Sollen und wollen wir das überhaupt ?!

15 comments
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August 14, 2007 um 11:56
Jörg
Spricht da N´tschotschi oder Brünhild so wild ?!
Daß Du Gevatter Sigismund sehr differenziert siehst, ist allenthalben bekannt. Und ich steh vor dem Thema wie ein Schema…
August 19, 2007 um 10:55
Anna
Uferlos das Thema….
Tabus haben imho die Funktion, eine “Gesellschaftsstruktur” zu schaffen. In der sich dann entlang der Begrenzungen durch Tabus unterschiedlich verbogen werden muß.
Ist Gefühle begrenzen nicht eigentlich Wahrheit verbiegen?!
August 19, 2007 um 11:02
Doc Sarah
Ja, liebe Anna, das Thema ist in der Tat uferlos. Und ich freu mich schon, wenn ich bald wieder mit Dir klugem „Philosophenkopp“ die Nacht durchdenken darf. Sag, sind Deine Studenten auch immer so schweigsam bei dem Thema, wie die Leser hier?!
August 19, 2007 um 11:06
Anna
Oft stehn sie wie der liebe Jörg „vor dem Thema wie ein Schema“. Schweigen und Denken. Aber dann wird´s wie immer sehr lebhaft im Hörsaal
Hast Du meine letzte Publi schon gelesen?
August 19, 2007 um 11:08
Doc Sarah
Wasch glaubschn Du, warum ich dieses Faß hier ansteche?! *ggg*
August 19, 2007 um 11:14
Jörg
Guten Morgen, die Damen!
Zitiere aus dem P.M.Philo-blog: „
…
August 19, 2007 um 11:19
Doc Sarah
August 19, 2007 um 11:22
Anna
Potzblitz – das hast Du aber schön gesagt. Auf den Punkt. Oller Literaturkopp Du..
August 19, 2007 um 11:24
Doc Sarah
Seufz – you make my day. Wenigstens EINE, die mich versteht…
August 19, 2007 um 11:27
Jörg
My Lady of the Lake, ich liege Euch zu Füßen!
Im ersten Absatz Eures Kommentars lese ich „Der Mensch als sein eigener Tabu-Bruch“ und im zweiten wird diese Aktion ad absurdum geführt und das „SEIN gelassen“.
Respekt!
August 19, 2007 um 11:29
Doc Sarah
Seid bedankt, mein verständnisvoller Rittersmann…
August 19, 2007 um 1:31
Daniel
Auch so ein Tabu: die Familie… oder ist sie ein Totem aus dem vorigen Jahrhundert?
Coniunctio animi maxima est cognatio.
Publilius Syrus
(Seelenverwandtschaft geht über alle Verwandtschaft.)
Gibt es überhaupt noch Tabus in der cyberspace society?!
August 19, 2007 um 4:09
Doc Sarah
Gute Frage, lieber Dani. Vielleicht sind Tabus nur noch Totems. Sozusagen Erinnerungsstücke an etwas, was es nicht mehr gibt…. *grübel*
Was sagt die Politologin?! Commander Morgaine, bitte übernehmen Sie!
August 19, 2007 um 8:16
Axel
Das Thema ist zu groß angelegt. Kleinere Portionen wären sicher „verdaulicher“ und kommentarfördernder…
Warum machst Du eigentlich keinen „Salon“, in dem solche Themen live diskutiert werden können?
Die reine „Textlichkeit“ kann solchen großen Fragen doch nur in Form imposanter Abhandlungen gerecht werden.
August 20, 2007 um 11:32
Sarah
Axel, Du hast wie immer Recht. Ich folge Deinem Rat.